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Syphilis-Symptome:
Welche Anzeichen treten in den einzelnen Stadien auf?

Syphilis kann sehr unterschiedlich verlaufen. Ein typisches erstes Anzeichen ist ein meist schmerzloses, hartes Geschwür an der Stelle, an der die Bakterien in den Körper eingedrungen sind. Später können unter anderem Hautausschlag, geschwollene Lymphknoten, Fieber, Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen und stellenweiser Haarausfall auftreten.

Dazwischen können längere Phasen liegen, in denen überhaupt keine Beschwerden bestehen.

Besonders wichtig: Nur etwa die Hälfte der Menschen mit Syphilis entwickelt erkennbare Symptome.

Auch das Verschwinden eines Geschwürs oder Hautausschlags bedeutet nicht automatisch, dass die Infektion vorbei ist.

Syphilis-Symptome auf einen Blick

Je nach Stadium können unter anderem folgende Beschwerden auftreten:

  • schmerzloses Geschwür an Penis, Vulva, Scheide, Anus oder Mund
  • geschwollene Lymphknoten
  • Hautausschlag, häufig auch an Handflächen und Fußsohlen
  • Fieber
  • Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit oder allgemeines Krankheitsgefühl
  • stellenweiser Haarausfall
  • nässende Hautveränderungen im Genital- oder Analbereich

  • über längere Zeit überhaupt keine Beschwerden
  • bei fortgeschrittener Erkrankung Schäden an inneren Organen, Gefäßen oder Nervensystem

Welche Symptome auftreten und wie deutlich sie sind, kann von Person zu Person stark unterschiedlich sein.

Warum Syphilis schwer zu erkennen sein kann

Die Beschwerden verändern sich im Verlauf.

Ein Geschwür kann entstehen und wieder verschwinden. Wochen später kann ein Hautausschlag auftreten. Danach kann erneut eine längere Zeit ohne erkennbare Beschwerden folgen.

Nur ungefähr die Hälfte aller Infektionen mit Treponema pallidum verläuft mit erkennbaren Symptomen.

Deshalb lässt sich eine Syphilis nicht zuverlässig danach beurteilen, ob man sich gesund fühlt.

Zeitpunkt der ersten Symptome

Die ersten Beschwerden treten durchschnittlich ungefähr drei Wochen nach der Ansteckung auf.

Der mögliche Zeitraum ist jedoch deutlich größer: Erste Anzeichen können bereits nach etwa zehn Tagen oder erst nach ungefähr drei Monaten auftreten.

Der Zeitpunkt allein erlaubt deshalb keine sichere Diagnose.

  • 1. Stadium: Primäre Syphilis
    Im ersten Stadium entsteht an der Eintrittsstelle der Bakterien zunächst häufig ein kleines Knötchen. Daraus kann sich ein hartes Geschwür entwickeln, das auch als harter Schanker beziehungsweise Ulcus durum bezeichnet wird.

    Im ersten Stadium entsteht an der Eintrittsstelle der Bakterien zunächst häufig ein kleines Knötchen.

    Daraus kann sich ein hartes Geschwür entwickeln, das auch als harter Schanker beziehungsweise Ulcus durum bezeichnet wird.

    Typisch ist:

    • das Geschwür ist häufig schmerzlos
    • es befindet sich an der Eintrittsstelle des Erregers
    • benachbarte Lymphknoten können anschwellen
    • das Geschwür kann nach einigen Wochen wieder abheilen

    Je nach Sexualkontakt kann die Veränderung beispielsweise auftreten:

    • am Penis
    • an der Vulva oder in der Scheide
    • am oder im Anus
    • im Mund- oder Rachenbereich

    Gerade weil das Geschwür oft nicht wehtut, kann es leicht übersehen werden.

    Das typische Syphilis-Geschwür

    Das Geschwür der primären Syphilis ist typischerweise nicht schmerzhaft oder nur wenig schmerzhaft.

    Das unterscheidet es von vielen anderen Hautverletzungen oder Entzündungen, bedeutet aber nicht, dass jedes schmerzlose Geschwür automatisch Syphilis ist.

    Auch andere Erkrankungen können Veränderungen im Genital-, Anal- oder Mundbereich verursachen.

    Ein Hautbefund allein reicht deshalb nicht zur Diagnose.

    Das Geschwür kann von selbst verschwinden

    Das Geschwür kann auch ohne Behandlung nach ungefähr vier bis sechs Wochen wieder abheilen.

    Genau das kann zu einer gefährlichen Fehlinterpretation führen:

    „Die Stelle ist weg, also ist alles wieder in Ordnung.“

    Das ist nicht automatisch der Fall.

    Die sichtbare Hautveränderung kann verschwinden, während die Infektion im Körper weiter besteht und in die nächste Phase übergeht.

  • 2. Stadium: Sekundäre Syphilis

    Im zweiten Stadium hat sich Treponema pallidum über den Körper ausgebreitet.

    Ungefähr vier bis zehn Wochen nach der Infektion können verschiedene Beschwerden auftreten.

    Dazu gehören:

    • Fieber
    • Kopf-, Muskel- oder Gelenkschmerzen
    • geschwollene Lymphknoten
    • Hautausschlag
    • stellenweiser Haarausfall
    • nässende Hautveränderungen
    • Veränderungen an Handflächen und Fußsohlen

    Die Symptome können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und später erneut verschwinden oder wieder aufflammen.

    Hautveränderungen im zweiten Stadium

    Ein Hautausschlag gehört zu den charakteristischen möglichen Beschwerden der sekundären Syphilis.

    Besonders auffällig ist, dass sich Hautveränderungen auch an den Handflächen und Fußsohlen zeigen können.

    Der Ausschlag kann unterschiedlich aussehen und teilweise wenig oder gar nicht jucken.

    Auch stellenweiser beziehungsweise kleinfleckiger Haarausfall kann auftreten.

    Es gibt jedoch kein einzelnes Hautbild, mit dem man selbst zuverlässig feststellen könnte:

    „Das ist Syphilis.“

    Fotos im Internet können daher eine medizinische Untersuchung nicht ersetzen.

    Grippeähnliche Beschwerden

    In der sekundären Phase können Beschwerden auftreten, die zunächst wie ein gewöhnlicher Infekt wirken:

    • Fieber
    • Kopfschmerzen
    • Muskel- und Gelenkschmerzen
    • geschwollene Lymphknoten
    • allgemeines Krankheitsgefühl

    Einzelne unspezifische Beschwerden sollten deshalb nicht überinterpretiert werden.

    Fieber oder Müdigkeit nach einem Sexualkontakt sind kein Nachweis für Syphilis.

Symptomfreie Phasen

Sowohl das Geschwür im ersten Stadium als auch spätere Hauterscheinungen können wieder verschwinden.

Danach kann eine Latenzphase ohne erkennbare Symptome folgen.

Die Bakterien können trotzdem weiterhin im Körper vorhanden sein.

Deshalb sollte das Abklingen von Beschwerden nicht mit einer sicheren Heilung verwechselt werden.

Latente Syphilis

Von einer latenten Syphilis spricht man, wenn eine Infektion nachweisbar ist, aber keine klinischen Symptome sichtbar sind.

Auch bei der Ansteckungsfähigkeit muss unterschieden werden: In den ersten beiden Stadien und in der frühen Latenzphase ist die Übertragungsgefahr am größten beziehungsweise noch relevant. In späteren Stadien sinkt die sexuelle Ansteckungsgefahr stark.

Unbehandelte Syphilis im späteren Verlauf

Eine unbehandelte Syphilis kann nach einer langen symptomfreien Zeit in eine Spätphase übergehen.

Dabei können unter anderem Haut, innere Organe und Blutgefäße geschädigt werden.

Möglich sind beispielsweise:

  • knotige Veränderungen der Haut und innerer Organe
  • Gefäßveränderungen
  • Aussackungen großer Blutgefäße
  • mögliche dauerhafte Organschäden

Nicht jede unbehandelte Infektion entwickelt zwangsläufig diese Komplikationen.

Nervensystem, Augen und Ohren

Syphilis kann auch Gehirn und Rückenmark betreffen. Dann spricht man von einer Neurosyphilis.

Mögliche Beschwerden können unter anderem sein:

  • starke oder ungewöhnliche Kopfschmerzen
  • Sehprobleme
  • Hörstörungen
  • Krampfanfälle
  • neurologische Ausfälle
  • Verwirrtheit oder andere kognitive Veränderungen
  • Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen

Neu auftretende Seh- oder Hörstörungen sowie ausgeprägte neurologische Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden.

Syphilis kann vollständig unbemerkt bleiben

Nur ungefähr die Hälfte der Menschen mit Syphilis entwickelt überhaupt erkennbare Beschwerden.

Außerdem können vorhandene Symptome:

  • sehr mild sein
  • an schlecht sichtbaren Stellen auftreten
  • mit anderen Erkrankungen verwechselt werden
  • von selbst wieder verschwinden

Deshalb ist eine fehlende Symptomatik kein zuverlässiger Ausschluss einer Syphilis.

Diagnose und Syphilis-Test

Selbst typische Veränderungen wie ein schmerzloses Geschwür oder ein Ausschlag an Handflächen und Fußsohlen reichen allein nicht aus, um die Diagnose sicher zu stellen.

Zur Abklärung werden je nach Situation direkte Erregernachweise aus betroffenen Stellen und vor allem Blutuntersuchungen auf verschiedene Antikörper eingesetzt.

Wenn du mehr über den konkreten Test erfahren möchtest, findest du unter Syphilis-Test in Köln Informationen zu Testung, Ablauf und Termin.

Wann ein Syphilis-Test sinnvoll sein kann

Eine Untersuchung ist insbesondere sinnvoll, wenn:

  • ein möglicherweise typisches Geschwür aufgetreten ist
  • ungewöhnliche Hautveränderungen bestehen
  • bei einer Sexualpartnerin oder einem Sexualpartner Syphilis festgestellt wurde
  • ein relevanter Sexualkontakt mit möglichem Übertragungsrisiko stattgefunden hat
  • bei häufig wechselnden Sexualpartnern regelmäßig auf STI getestet werden soll

Welche Untersuchung und welcher Zeitpunkt im individuellen Fall geeignet sind, hängt unter anderem davon ab, wann der Kontakt stattgefunden hat und welche Befunde vorliegen.

Syphilis-Test bei PROHEALTH in Köln

PROHEALTH bietet in Köln einen Syphilis-Schnelltest aus Blut an.

Aktuell gilt für das Selbstzahlerangebot:

  • Syphilis-Schnelltest: 18 Euro
  • Ergebnis nach Angaben von PROHEALTH in etwa 15 Minuten
  • Testung auf Wunsch anonym möglich

Ein Schnelltest dient der ersten Testung. Ein auffälliges beziehungsweise reaktives Ergebnis sollte medizinisch eingeordnet und mit geeigneter weiterführender Diagnostik abgeklärt werden.

Ausführliche Informationen findest du unter Syphilis-Test in Köln.

Wenn du mehrere sexuell übertragbare Infektionen abklären möchtest, findest du unter STI-Tests in Köln eine Übersicht.

Die aktuellen Selbstzahlerpreise findest du in der Preisübersicht für STI-Tests.

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Häufige Fragen zu Syphilis-Symptomen

1. Was ist meistens das erste Symptom einer Syphilis?

Das typische erste Zeichen ist ein meist schmerzloses, hartes Geschwür an der Stelle, an der die Bakterien in den Körper gelangt sind.

2. Wann treten erste Syphilis-Symptome auf?

Im Durchschnitt treten erste Beschwerden ungefähr drei Wochen nach der Ansteckung auf. Möglich ist jedoch ein Zeitraum von etwa zehn Tagen bis drei Monaten.

3. Kann Syphilis vollständig ohne Symptome verlaufen?

Ja. Nur ungefähr die Hälfte der Menschen mit Syphilis entwickelt erkennbare Symptome. Auch zwischen einzelnen Stadien können längere symptomfreie Phasen liegen.

4. Kann ein Syphilis-Geschwür von selbst verschwinden?

Ja. Das Geschwür im ersten Stadium heilt häufig nach vier bis sechs Wochen von selbst ab. Die Infektion kann trotzdem weiterhin bestehen.

5. Ist Syphilis heilbar?

Syphilis lässt sich mit Antibiotika behandeln. In der Regel wird Penicillin eingesetzt. Bereits entstandene Schäden einer fortgeschrittenen Erkrankung können allerdings dauerhaft bestehen bleiben.