Sind Feigwarzen ein Symptom von HPV?
Ja. Feigwarzen, medizinisch Condylomata acuminata genannt, sind eine mögliche sichtbare Folge einer HPV-Infektion. Sie treten vor allem im Genital- und Analbereich auf und werden überwiegend durch die Niedrigrisiko-Typen HPV 6 und HPV 11 verursacht.
Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen. Sie können:
- einzeln oder in Gruppen auftreten
- sehr klein und kaum sichtbar sein
- flach oder erhaben sein
- hautfarben, rötlich oder etwas dunkler erscheinen
- gestielt wachsen
- sich zu größeren, zusammenhängenden Bereichen entwickeln
Feigwarzen sind gutartig und werden nicht durch die HPV-Typen verursacht, die hauptsächlich mit der Entstehung von Krebs in Verbindung stehen.
Wie sehen HPV-Feigwarzen aus?
Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen. Anfangs zeigen sie sich häufig als kleine, unauffällige Hautknötchen. Sie können flach bleiben oder mit der Zeit stärker hervorstehen. Treten mehrere Feigwarzen dicht nebeneinander auf, können größere zusammenhängende Bereiche mit einer rauen oder unregelmäßigen Oberfläche entstehen.
Typische Stellen sind:
Bei Frauen
- Vulva
- Bereich um den Scheideneingang
- teilweise innerhalb der Scheide
- Analbereich
Bei Männern
- Penis
- Bereich zwischen Eichel und Penisschaft
- Peniswurzel
- Hodensack
- Analbereich
Bei allen Geschlechtern können außerdem Analbereich und Enddarm betroffen sein.
Jucken HPV-Warzen?
Feigwarzen verursachen häufig keine körperlichen Beschwerden und können lange unbemerkt bleiben.
Mögliche Beschwerden sind:
- Juckreiz im betroffenen Bereich
- Brennen oder Hautreizungen
- Empfindlichkeit oder Schmerzen, insbesondere bei Reibung oder beim Sex
- Leichte Blutungen, wenn Warzen gereizt oder verletzt werden
Juckreiz oder Brennen allein sind jedoch nicht typisch für HPV und können zahlreiche andere Ursachen haben.
Kann HPV im Mund oder Rachen Symptome verursachen?
HPV kann auch den Mund- und Rachenraum infizieren.
Solche Infektionen verursachen meistens keine typischen akuten Beschwerden. Das RKI weist darauf hin, dass persistierende Hochrisiko-HPV-Infektionen auch mit Tumoren im Oropharynx verbunden sein können.
Halsschmerzen nach Oralverkehr bedeuten deshalb nicht automatisch HPV.
Anhaltende Veränderungen oder ungewöhnliche Beschwerden im Mund- und Rachenbereich sollten medizinisch untersucht werden, insbesondere wenn sie über längere Zeit bestehen.
Kann man HPV jahrelang haben, ohne es zu merken?
Ja. Eine HPV-Infektion kann über längere Zeit unbemerkt bleiben, da sie häufig keine Beschwerden verursacht. Viele HPV-Infektionen sind vorübergehend und nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar. Andere können länger bestehen bleiben oder später erneut nachweisbar werden. Aus einem positiven HPV-Test lässt sich deshalb in der Regel nicht feststellen, wann die Infektion erworben wurde. Eine Ansteckung kann bereits längere Zeit zurückliegen. Ein positiver Befund bedeutet daher nicht automatisch, dass die Infektion erst kürzlich erfolgt ist.
Schützt die HPV-Impfung?
Ja. Die HPV-Impfung schützt vor wichtigen HPV-Typen, die Krebs und Genitalwarzen verursachen können. Sie kann jedoch keine bereits bestehende HPV-Infektion behandeln. Besonders wirksam ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten Kontakt mit HPV erfolgt. Sie kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sein, da eine frühere HPV-Infektion nicht bedeutet, dass bereits Kontakt mit allen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bestand. Bei prohealth bieten wir sowohl die HPV-Diagnostik als auch die HPV-Impfung an.
HPV-Diagnostik bei prohealth in Köln
Bei prohealth bieten wir HPV-PCR-Untersuchungen direkt vor Ort an. Welche Probenentnahme sinnvoll ist, hängt von der Körperregion und der individuellen Fragestellung ab. Die HPV-PCR gehört zu unseren spezialisierten PCR-Untersuchungen und ermöglicht den gezielten Nachweis verschiedener HPV-Typen. Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb von 60–120 Minuten vor. Zusätzlich bieten wir bei prohealth die HPV-Impfung an. Bei Fragen zur HPV-PCR oder zur Impfung stehen wir dir gerne zur Verfügung.