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HPV-Symptome:
Welche Anzeichen kann eine Infektion verursachen?

Eine HPV-Infektion verursacht meist keine sichtbaren oder spürbaren Beschwerden und bleibt deshalb häufig unbemerkt. Bestimmte Niedrigrisiko-HPV-Typen können jedoch Feigwarzen im Genital- oder Analbereich verursachen. Hochrisiko-HPV-Typen können bei länger anhaltender Infektion zu Zellveränderungen führen, die zunächst ebenfalls meist keine Beschwerden verursachen.

Wichtig ist deshalb: Auch ohne Warzen oder andere Beschwerden kann eine HPV-Infektion vorliegen. Umgekehrt bedeutet ein positiver HPV-Test nicht, dass Krebs besteht oder entstehen wird. Er zeigt zunächst lediglich, dass HPV nachgewiesen wurde.

HPV-Symptome auf einen Blick

Mögliche Anzeichen und Folgen einer HPV-Infektion sind:

  • kleine Warzen im Genitalbereich
  • Warzen am oder um den After
  • einzelne oder gruppierte Hautwucherungen
  • Juckreiz im Bereich
    von Feigwarzen
  • Reizung
    oder Brennen
  • Schmerzen durch Reibung, beispielsweise beim Sex
  • gelegentliche Blutungen verletzlicher Warzen

Bei Hochrisiko-HPV-Infektionen bestehen dagegen meist keine frühen Beschwerden. Auch durch HPV verursachte Zellveränderungen können lange unbemerkt bleiben.

Warum verursacht HPV meistens keine Symptome?

Humane Papillomviren (HPV) infizieren Haut- und Schleimhautzellen, ohne dabei zwangsläufig spürbare oder sichtbare Veränderungen hervorzurufen. Deshalb bleibt eine HPV-Infektion häufig lange unbemerkt. HPV zählt zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Die meisten sexuell aktiven Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mit HPV in Kontakt. In vielen Fällen kann das Immunsystem die Infektion selbst kontrollieren, sodass sie innerhalb von ein bis zwei Jahren nicht mehr nachweisbar ist. Bedeutsamer sind HPV-Infektionen, die über längere Zeit bestehen bleiben. Insbesondere anhaltende Infektionen mit bestimmten Hochrisiko-HPV-Typen können Zellveränderungen verursachen und langfristig das Risiko für verschiedene Krebserkrankungen erhöhen.

Welche unterschiedlichen HPV-Typen gibt es?

  • Niedrigrisiko-HPV

    Bestimmte Niedrigrisiko-HPV-Typen können Genitalwarzen (Feigwarzen) verursachen. Besonders häufig sind dabei HPV 6 und HPV 11 beteiligt.

    Diese HPV-Typen gelten nicht als krebsauslösend. Die durch sie verursachten Feigwarzen sind gutartig, können jedoch wiederkehren und behandlungsbedürftig sein.

  • Hochrisiko-HPV

    Bestimmte Hochrisiko-HPV-Typen können bei einer länger bestehenden Infektion Zellveränderungen verursachen. Zu den bekanntesten gehören HPV 16 und HPV 18, daneben gibt es weitere Hochrisiko-Typen.

    Hochrisiko-HPV verursacht in der Regel keine Feigwarzen. Auch mögliche Zellveränderungen bleiben zunächst meist unbemerkt und verursachen häufig keine Beschwerden. Gerade deshalb können regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine gezielte HPV-Diagnostik sinnvoll sein.

Sind Feigwarzen ein Symptom von HPV?

Ja. Feigwarzen, medizinisch Condylomata acuminata genannt, sind eine mögliche sichtbare Folge einer HPV-Infektion. Sie treten vor allem im Genital- und Analbereich auf und werden überwiegend durch die Niedrigrisiko-Typen HPV 6 und HPV 11 verursacht.

Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen. Sie können:

  • einzeln oder in Gruppen auftreten
  • sehr klein und kaum sichtbar sein
  • flach oder erhaben sein
  • hautfarben, rötlich oder etwas dunkler erscheinen
  • gestielt wachsen
  • sich zu größeren, zusammenhängenden Bereichen entwickeln

Feigwarzen sind gutartig und werden nicht durch die HPV-Typen verursacht, die hauptsächlich mit der Entstehung von Krebs in Verbindung stehen.

Wie sehen HPV-Feigwarzen aus?

Feigwarzen können sehr unterschiedlich aussehen. Anfangs zeigen sie sich häufig als kleine, unauffällige Hautknötchen. Sie können flach bleiben oder mit der Zeit stärker hervorstehen. Treten mehrere Feigwarzen dicht nebeneinander auf, können größere zusammenhängende Bereiche mit einer rauen oder unregelmäßigen Oberfläche entstehen.

Typische Stellen sind:

Bei Frauen

  • Vulva
  • Bereich um den Scheideneingang
  • teilweise innerhalb der Scheide
  • Analbereich

Bei Männern

  • Penis
  • Bereich zwischen Eichel und Penisschaft
  • Peniswurzel
  • Hodensack
  • Analbereich

Bei allen Geschlechtern können außerdem Analbereich und Enddarm betroffen sein.

Jucken HPV-Warzen?

Feigwarzen verursachen häufig keine körperlichen Beschwerden und können lange unbemerkt bleiben.

Mögliche Beschwerden sind:

  • Juckreiz im betroffenen Bereich
  • Brennen oder Hautreizungen
  • Empfindlichkeit oder Schmerzen, insbesondere bei Reibung oder beim Sex
  • Leichte Blutungen, wenn Warzen gereizt oder verletzt werden

Juckreiz oder Brennen allein sind jedoch nicht typisch für HPV und können zahlreiche andere Ursachen haben.

Wo können HPV-Warzen auftreten?

Feigwarzen können überall dort entstehen, wo entsprechende HPV-Typen Haut oder Schleimhaut infiziert haben.

Häufig betroffen sind:

  • Vulva
  • Scheideneingang
  • Penis
  • Hodensack
  • Damm
  • Analbereich
  • Enddarm

Seltener können HPV-bedingte Veränderungen auch im Mund- oder Rachenbereich auftreten. HPV kann durch orogenitale Sexualkontakte in den Mund- und Rachenraum übertragen werden.

Wann entstehen Feigwarzen nach einer HPV-Ansteckung?

Feigwarzen entstehen in der Regel nicht unmittelbar nach einer HPV-Infektion. Häufig werden sie erst nach mehreren Wochen oder Monaten sichtbar.

Der Zeitpunkt kann jedoch stark variieren. Deshalb lässt sich anhand neu aufgetretener Feigwarzen normalerweise nicht bestimmen, wann die HPV-Infektion stattgefunden hat oder von wem sie übertragen wurde.

HPV kann bereits längere Zeit unbemerkt im Körper vorhanden sein, bevor sichtbare Veränderungen auftreten.

Bedeutet keine Feigwarzen auch kein HPV?

Nein. Eine HPV-Infektion verläuft sehr häufig ohne sichtbare Veränderungen. Viele Menschen entwickeln trotz einer Infektion überhaupt keine Feigwarzen.

Auch HPV-Typen, die grundsätzlich Feigwarzen verursachen können, führen nicht bei jedem Menschen zu Warzen. Hochrisiko-HPV-Typen verursachen dagegen in der Regel ohnehin keine klassischen Genitalwarzen.

Deshalb gilt: Keine sichtbaren Feigwarzen schließen eine HPV-Infektion nicht aus.

Verursacht Hochrisiko-HPV Symptome?

Eine Infektion mit Hochrisiko-HPV verursacht in der Regel keine Beschwerden und bleibt deshalb häufig unbemerkt. Auch Zellveränderungen, die durch eine länger bestehende Infektion entstehen können, verursachen zunächst meist keine Symptome. Beschwerden treten häufig erst bei fortgeschrittenen Veränderungen auf. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind deshalb wichtig, um mögliche Zellveränderungen frühzeitig zu erkennen – noch bevor Beschwerden auftreten.

Bedeutet Hochrisiko-HPV automatisch Krebs?

Nein. Ein positiver Nachweis von Hochrisiko-HPV bedeutet nicht, dass Krebs vorliegt oder zwangsläufig entstehen wird. Viele HPV-Infektionen werden vom Immunsystem kontrolliert und sind nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar. Entscheidend ist vor allem, ob eine Infektion mit einem Hochrisiko-HPV-Typ über längere Zeit bestehen bleibt. Eine solche anhaltende Infektion kann über Jahre Zellveränderungen verursachen. Aus diesen können sich in einem kleinen Teil der Fälle Krebsvorstufen und später eine Krebserkrankung entwickeln.

Welche Krebsarten können mit HPV zusammenhängen?

Bestimmte persistierende Hochrisiko-HPV-Infektionen können mit mehreren Krebsarten in Verbindung stehen.

Dazu gehören insbesondere Tumoren an:

  • Gebärmutterhals
  • Vulva
  • Scheide
  • Penis
  • Anus
  • Mund- und Rachenraum

Der häufigste HPV-bedingte Tumor ist Gebärmutterhalskrebs.

Wichtig ist aber auch hier:

Eine HPV-Infektion ist nicht mit einer Krebsdiagnose gleichzusetzen.

Welche HPV-Symptome können Frauen haben?

Bei Frauen verläuft eine HPV-Infektion meistens ohne Beschwerden und bleibt häufig unbemerkt.

Niedrigrisiko-HPV kann Feigwarzen verursachen. Diese können unter anderem an der Vulva, am Scheideneingang, innerhalb der Scheide oder im Analbereich auftreten.

Eine Infektion des Gebärmutterhalses mit Hochrisiko-HPV verursacht dagegen in der Regel keine Beschwerden. Auch frühe Zellveränderungen bleiben meist symptomlos. Regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen sind deshalb besonders wichtig, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen.

Welche HPV-Symptome können Männer haben?

Auch bei Männern verlaufen HPV-Infektionen häufig ohne erkennbare Beschwerden.

Niedrigrisiko-HPV kann Feigwarzen verursachen. Diese können unter anderem an der Eichel, am Penisschaft, an der Peniswurzel, am Hodensack oder im Analbereich auftreten.

Anhaltende Infektionen mit Hochrisiko-HPV können auch bei Männern Zellveränderungen verursachen und das Risiko für bestimmte Krebsarten erhöhen, insbesondere im Bereich von Penis, Anus sowie Mund und Rachen.

Ein allgemeines HPV-Screening für Männer, vergleichbar mit der Früherkennung am Gebärmutterhals, ist derzeit nicht etabliert. Eine gezielte HPV-Diagnostik kann jedoch abhängig von Körperregion, Risikosituation und individueller Fragestellung sinnvoll sein.

Kann HPV im Mund oder Rachen Symptome verursachen?

HPV kann auch den Mund- und Rachenraum infizieren.

Solche Infektionen verursachen meistens keine typischen akuten Beschwerden. Das RKI weist darauf hin, dass persistierende Hochrisiko-HPV-Infektionen auch mit Tumoren im Oropharynx verbunden sein können.

Halsschmerzen nach Oralverkehr bedeuten deshalb nicht automatisch HPV.

Anhaltende Veränderungen oder ungewöhnliche Beschwerden im Mund- und Rachenbereich sollten medizinisch untersucht werden, insbesondere wenn sie über längere Zeit bestehen.

Kann man HPV jahrelang haben, ohne es zu merken?

Ja. Eine HPV-Infektion kann über längere Zeit unbemerkt bleiben, da sie häufig keine Beschwerden verursacht. Viele HPV-Infektionen sind vorübergehend und nach einiger Zeit nicht mehr nachweisbar. Andere können länger bestehen bleiben oder später erneut nachweisbar werden. Aus einem positiven HPV-Test lässt sich deshalb in der Regel nicht feststellen, wann die Infektion erworben wurde. Eine Ansteckung kann bereits längere Zeit zurückliegen. Ein positiver Befund bedeutet daher nicht automatisch, dass die Infektion erst kürzlich erfolgt ist.

Schützt die HPV-Impfung?

Ja. Die HPV-Impfung schützt vor wichtigen HPV-Typen, die Krebs und Genitalwarzen verursachen können. Sie kann jedoch keine bereits bestehende HPV-Infektion behandeln. Besonders wirksam ist die Impfung, wenn sie vor dem ersten Kontakt mit HPV erfolgt. Sie kann aber auch zu einem späteren Zeitpunkt sinnvoll sein, da eine frühere HPV-Infektion nicht bedeutet, dass bereits Kontakt mit allen im Impfstoff enthaltenen HPV-Typen bestand. Bei prohealth bieten wir sowohl die HPV-Diagnostik als auch die HPV-Impfung an.

HPV-Diagnostik bei prohealth in Köln

Bei prohealth bieten wir HPV-PCR-Untersuchungen direkt vor Ort an. Welche Probenentnahme sinnvoll ist, hängt von der Körperregion und der individuellen Fragestellung ab. Die HPV-PCR gehört zu unseren spezialisierten PCR-Untersuchungen und ermöglicht den gezielten Nachweis verschiedener HPV-Typen. Das Ergebnis liegt in der Regel innerhalb von 60–120 Minuten vor. Zusätzlich bieten wir bei prohealth die HPV-Impfung an. Bei Fragen zur HPV-PCR oder zur Impfung stehen wir dir gerne zur Verfügung.

Häufige Fragen zu HPV-Symptomen

1. Was sind die ersten Symptome von HPV?

Die meisten HPV-Infektionen verursachen überhaupt keine ersten Symptome. Bestimmte Niedrigrisiko-HPV-Typen können nach Wochen oder Monaten Feigwarzen im Genital- oder Analbereich verursachen. Hochrisiko-HPV bleibt meistens symptomlos.

2. Wie merkt man, dass man HPV hat?

Häufig gar nicht. Viele HPV-Infektionen verlaufen ohne sichtbare oder spürbare Beschwerden. Feigwarzen können ein Hinweis auf bestimmte Niedrigrisiko-HPV-Typen sein; andere HPV-Infektionen lassen sich nicht anhand von Symptomen erkennen.

3. Sind Feigwarzen immer HPV?

Feigwarzen werden durch Humane Papillomviren verursacht, meistens durch die HPV-Typen 6 und 11. Andere Hautveränderungen im Genitalbereich können jedoch ähnlich aussehen und andere Ursachen haben.

4. Bedeutet HPV automatisch Feigwarzen?

Nein. Die meisten HPV-Infektionen verursachen keine Warzen. Feigwarzen entstehen vor allem bei Infektionen mit bestimmten Niedrigrisiko-Typen.

5. Verursacht Hochrisiko-HPV Beschwerden?

In der Regel nicht. Auch die durch eine persistierende Hochrisiko-HPV-Infektion entstehenden frühen Zellveränderungen verlaufen meist symptomlos.

6. Bedeutet ein positiver HPV-Test Krebs?

Nein. Ein positiver HPV-Test zeigt zunächst nur, dass HPV nachgewiesen wurde. Viele Infektionen verschwinden wieder von selbst. Ein erhöhtes Krebsrisiko besteht vor allem bei länger anhaltenden Infektionen mit bestimmten Hochrisiko-Typen.

7. Können Männer HPV haben?

Ja. HPV betrifft Menschen aller Geschlechter. Männer können Feigwarzen entwickeln und bestimmte persistierende Hochrisiko-Infektionen können unter anderem mit Penis-, Anal- und Mund-Rachen-Krebs zusammenhängen.

8. Kann HPV nach Jahren wieder festgestellt werden?

Ja. Ein positiver HPV-Nachweis lässt nicht zuverlässig erkennen, wann die Infektion erworben wurde. Eine Infektion kann bereits länger zurückliegen.

9. Sollte man Feigwarzen selbst behandeln?

Verdächtige Hautveränderungen sollten zunächst korrekt diagnostiziert werden. Für bestätigte Feigwarzen gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, die je nach Lage, Anzahl und Größe gewählt werden.