Die Diagnose einer Hepatitis-B-Infektion basiert auf verschiedenen Laborwerten im Blut, die anzeigen, in welcher Phase der Infektion Du Dich befindest oder ob ein Impfschutz vorliegt.
HBsAg als Suchtest (Schnelltest)
Der wichtigste erste Schritt beim Hepatitis B Screening ist der Nachweis von HBsAg (Hepatitis B Surface Antigen) über einen Antikörper-Schnelltest. Dieser dient dem Nachweis einer bereits etablierten Infektion. Bitte beachte, dass dieser Test aufgrund des diagnostischen Fensters einige Wochen (ca. 6–10 Wochen) benötigt, bis ein absolut zuverlässiges Ergebnis vorliegt.
- Ist dieser Wert positiv, liegt eine aktive Infektion mit dem HBV vor.
- Bleibt das HBsAg länger als sechs Monate im Blut nachweisbar, spricht man von einer chronischen Infektion.
HBV-DNA zur Frühdiagnostik (PCR-Test)
Für eine gezielte Frühdiagnostik nutzen wir den direkten Erbgutnachweis mittels PCR-Test (HBV-DNA). Die Hepatitis-PCR kann das Virus bereits deutlich früher – schon nach wenigen Tagen nach einer möglichen Exposition – im Blut nachweisen. Sie ist daher kein reiner Bestätigungstest, sondern eignet sich hervorragend, um eine Infektion ohne lange Warzeitzwischenräume frühzeitig zu erkennen. Zudem misst diese molekularbiologische Untersuchung die exakte Viruslast, zeigt, wie aktiv sich das Virus vermehrt, und ist entscheidend für eine eventuelle Behandlung.
Akute, chronische und ausgeheilte Infektion
Um den genauen Zustand zu bestimmen, werden weitere Marker analysiert:
- anti-HBc: Diese Antikörper zeigen an, ob Du jemals Kontakt mit dem Virus hattest. Sie sind sowohl bei einer akuten als auch bei einer ausgeheilten Infektion positiv.
- Anti-HBs: Diese Antikörper signalisieren Immunität. Sie sind positiv, wenn die Infektion erfolgreich ausgeheilt ist oder wenn Du eine wirksame Impfung gegen Hepatitis B erhalten hast.
- Chronische Verläufe: Wenn HBsAg und HBV-DNA dauerhaft nachweisbar sind, Dein Körper aber keine Anti-HBs-Antikörper bildet, liegt eine chronische Hepatitis vor.